Trinkwasser: Neue Methode zur Entsalzung von Meerwasser

Salzwasser gibt es auf unserer Erde in schier unerschöpflicher Menge. Laut einer Schätzung der Vereinten Nationen mangelt es jedoch etwa einem Drittel der Weltbevölkerung an sauberem Trinkwasser.

Ozean-Meer-Trinkwasser-aus-Meerwasser-Meerwasser-entsalzen

Es liegt also nahe, das Meerwasser zu entsalzen, um damit die Trinkwasser-Probleme auf der Welt zu verringern. Die bisher gebräuchlichen Verfahren zur Meerwasserentsalzung sind jedoch sehr kompliziert und verlangen große Mengen an Energie. Man benötigt dazu teuere Membrane, die sehr empfindlich sind und leicht verkeimen können.

In der Zeitschrift „Angewandte Chemie” hat jetzt eine deutsch-amerikanische Forschergruppe eine neue Methode zur Meerwasser-Entsalzung vorgestellt, die wenig Energie braucht und darüber hinaus sehr einfach ist. Das Forscherteam steht unter der Leitung von Richard M. Crooks von der University of Texas in Austin und Ulrich Tallarek von der Uni Marburg. Finanziell unterstützt werden die Wissenschaftler vom US-Energieministerium.

Man arbeitet mit einem elektrochemischen Ansatz und kommt dabei ohne Membran und hohe Energiemengen aus. Man presst das Meerwasser durch ein System das aus zwei Mikrokanälen mit je 22 Mikrometer Breite besteht, einem Hilfskanal und einem verzweigten Arbeitskanal. Somit entsteht ein Fluss in Richtung der Auslassöffnungen. Zur Veranschaulichung: ein Mikrometer entspricht einem Millionstel Meter. Die beiden Mikrokanäle sind elektrisch über eine bipolare Elektrode verbunden. Der Hilfskanal liegt an einer Spannungsquelle während der Arbeitskanal geerdet wird. Zwischen den Kanälen wird eine Spannungsdifferenz von 3 Volt eingestellt.

>>> Artikel hier weiterlesen

Advertisements

2 Kommentare zu “Trinkwasser: Neue Methode zur Entsalzung von Meerwasser

  1. Mein Reden schon lange… Es wird doch wohl Möglichkeiten geben, das Wasser, dass hier überall fliesst, sauber zu kriegen?? Und zwar auch in ordentlichem Massstab. Zur Not destillier ich das selber!

    In der ehem. DDR hatten sie früher keine Kohle für schweres Wsser, d.h., Wasser mit schweren H-Isotopen (Deuterium). Haben sie´s halt aus Leitungswasser destilliert, eine Anlage gebaut so hoch wie die Labors (oder die Uni? Weiß nicht mehr)… Ging auch, war halt ´ne Materialschlacht (hat mir mal ein Forscher von dort erzählt…)
    Und destilliertes Wasser wieder mit Mineralien anreichern, um es trinkbar zu machen kann ja wohl auch nciht so schwer sein… Und Energetisierer gibt´s zuhauf, z.B. Verwirbler…

    Ich denk mal eher das Problem war bis jetzt, dass Wasser zu billig und zu verfügbar war. Man macht sich erst jetzt Gedanken, weil es ja zum Luxusgut werden soll für Veolia und Konsorten. Der Liter zwei Euro!

    Prösterchen… ;o)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s