Stevia – gesunder Zuckerersatz aus Südamerika

Die Stevia-Pflanze har ihren Ursprung in Südamerika und ist unter anderem in Paraguay und Brasilien beheimatet. Der Wissenschaftler Moisés Bertoni beschrieb die , erstmals im Jahre 1899. Stevia wird in vielen Ländern weltweit zu einem gesunden Süßungsmittel verarbeitet. In Japan ist sie beispielsweise seit den 70er Jahren als Süßungsmittel sehr beliebt und nimmt dort 40 Prozent des Süßstoffmarktes ein. In der EU war der Verkauf der Pflanze als Süßstoff bis zum Dezember 2011 verboten. Der fragwürdige Grund für das jahrzehntelange Verbot war eine zweifelhafte Studie, die von keiner geringeren Organisation als Monsanto (!) finanziert wurde. Das Ergebnis stellte sich letztendlich als falsch heraus.

stevia-gesunder-zuckerersatz

© hardworkinghippy / flickr.com

Die konzentrierte Süße, die man aus Stevia gewinnt trägt den Namen Steviosid und ist etwa 300-mal süßer als gewöhnlicher Haushaltszucker. Stevia hat viele gesunde Eigenschaften, da sie kaum Kalorien (nur 0,21 Kilokalorien je Gramm Steviosid) noch Zucker enthält. Zudem reguliert sie den Blutzuckerspiegel und schützt die Zähne vor Kariesbefall. Momentan wird noch erforscht, ob der Zuckerersatz blutdrucksenkend wirkt.

In der Pflanze stecken Terpine, Flavonoide (insulinsenkend/krebshemmend), Glycoside, Stevioside (besondere Moleküle in den Blättern, die für die Süße verantwortlich sind) und Rebaudiosid A. Dank der Süßkraft ihrer Blätter wird sie auch Süßblatt, Süßkraut, Zuckerkraut oder Honigkraut genannt. Die Pflanze verfügt über lange Blätter und weiße Blütenkörbchen und kann bis zu einem Meter groß werden. Der Geschmack der Blätter der Stevia erinnert an süße Lakritze. Die frischen Blätter (kleingeschnitten) süßen beispielsweise Tees, Salate oder Desserts. Alles rund um Rezepte mit Stevia gibt es in der entsprechenden Literatur oder auf verschiedenen Stevia-Internetseiten.

Es tummeln sich viele Süßstoffe und Zuckerersatzstoffe auf dem Markt, doch keiner sei so natürlich und zugleich vorteilhaft für die Gesundheit wie Stevia. Auch die Zähne bleiben verschont, da die Pflanze keinen Zucker enthält und sogar als anti-kariogen gilt und außerdem die Entwicklung von Plaque verhindert.

Monsanto – Hersteller des Süßstoffes Aspartam – wollte daher bereits im Vorfeld durch seine Studie verhindern, dass ein gesunder Zuckerersatzstoff auf den Süßstoffmarkt gelangt, um Aspertam und Co. den Weg zu sichern. Große Konzerne sind nun interessiert an Stevia, doch zum Glück kann man Pflanzen nicht patentieren lassen. Es gibt allerdings bestimmte Methoden, mit denen gewisse Substanzen aus der Pflanze extrahiert werden können. Die auf spezielle chemische Weise behandelten Substanzen selbst können patentiert werden und so hat bereits Coca Cola 24 Patente auf chemisch behandelte Süßstoffe aus der Stevia-Pflanze angemeldet. Der neue Coca-Cola-Süßstoff heißt Rebiana und hat mit der natürlich gewonnenen Süße aus Stevia, dem Steviosid nichts mehr zu tun. Das Süßungsmittel Stevia kennt man im Allgemeinen auch unter der Bezeichnung
“Lebensmittelzusatzstoff E 960″.

Quelle und weiter:

http://www.gute-nachrichten.com.de/2013/06/gesundheit/stevia-gesunder-zuckerersatz-aus-suedamerika/

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13 Kommentare zu “Stevia – gesunder Zuckerersatz aus Südamerika

  1. Hallo,

    ich habe Steviapulver in weiß und getrocknete Steviablätter ausprobiert und beides schmeckt ganz fürchterlich.

    Durch meinen schlechten Gesundheitszustand, kann ich allerdings nichts vertragen, was nur die Spur bitter ist. Es ist fast so, als hätte mein Körper seine Kindheit noch nicht abgelegt, denn Kinder reagieren extrem stark auf bitter. Mein Magen verkrampft sich, meine Galle schießt über und ich bekomme Sodbrennen und Durchfall. Die Stevia hat dies auch verursacht, deswegen verstehe ich nicht, was die Leute daran süß finden. Es schmeckt wie alle anderen Süßtstoffe nur bitter.

    Wie findest du denn Stevia?

    Liebe Grüße
    Nidi

    • Hi Nidi,

      welches Steviapulver hast Du denn probiert?
      Da gibt es auch ganz viele Unterschiede. Seit der Zulassung zum Lebensmittel tummeln sich viele Produkte auf dem Markt, die sind wirklich schrecklich, da geb ich Dir Recht.

      Ich benutze schon seit Jahren (da war`s noch nicht mal zugelassen), dieses enzymveredelte, bitterfreie Steviapulver:

      http://www.stevia-handel.de/shop/product_info.php/info/p3_Stevia-Pulver-100g.html/XTCsid/kmi0f2f3h9ddgd1lpp2mgdauh6

      Außerdem benutze ich es ausschließlich in Zusammenhang mit Milch, heißt, zum Süßen von Joghurt, Cappuccino, Quark oder ähnliches. Weil ich bestätigen kann, das es sehr gewöhnungsbedürftig ist und die Milch überdeckt diesen sehr eigenartigen Geschmack. Ich benutze es, weil ich Diabetes habe, supergerne Cappo trinke und darauf nicht verzichten möchte.
      Und Du musst mit der Dosierung experimentieren, sobald Du zuviel nimmst, ist es unerträglich.

      Bei Lidl z. B. gibt es Spearmint- und Pepperminttabs, die nur mit Stevia gesüßt sind, da schmeckt man überhaupt keinen Unterschied. Auch bei Schokoriegeln merkst Du keinen Unterschied, aber die sind immer noch sehr teuer.

      Ich denke, das ist wie mit veganem Essen, wir müssen uns ersteinmal umstellen. Es gibt aber inzwischen schon ganz tolle Rezeptbücher mit Stevia, die „normal“ Gesüßtem ziemlich nahe kommen 🙂

      Ganz LG
      Mara

  2. Guten Morgen!
    Also, ich gebe zu, Stevia ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig und es hat bei uns ein wenig gedauert, bis wir den Dreh mit der Dosierung raus hatten.
    Aber, wir süßen unseren Tee schon seit einiger Zeit damit und sind mittlerweile sehr zufrieden.
    Habe einen schönen Tag. :wave:
    Gruß Karen

  3. Guten Morgen :wave:

    Da stimme ich Dir voll zu: Man muss den Dreh mit der Dosierung herausbekommen, aber dann ist es ok. Wir sind halt stark konditioniert mit dem raffinierten Zucker.
    Ich benutze es für meinen Cappuccino, weil ich auf den nicht verzichten möchte und ich ihn nicht ungesüßt trinken kann.

    Ich würde mir Stevia komplett als Aspartam-Ersatz wünschen. Da schmeckt man den Unterschied auch nicht.

    Ganz LG
    Mara

    • Ich finde es wichtig, dass die Lebensmittel-Industrie Stevia als Zuckeraustauschstoff einsetzt. Dann hätten wir einige dicke Kinder weniger. Wenn ich z. B. an Ketchup denke, der Renner bei Kindern, aber auch der Dickmacher 😦
      Leider verunstalten Hersteller wie Coca-Cola wieder alles, indem sie den Grundstoff so verunstalten, dass bloß wieder das Schlechteste übrig bleibt. Aber Coca-Cola braucht eh kein Mensch.

      Hast Du schon mal damit gebacken? Ich hab mich noch nicht dazu bewegen können 😦

      Ganz LG
      Mara

    • Es kommt darauf an, welchen Zucker Du meinst. Sicher ist es nicht billiger als der raffinierte Zucker. Aber gutes Salz ist ja auch teurer als das jodierte und fluorisierte Industriesalz.

      Ich würde es aber nicht für alles als Ersatz nehmen, denn der Geschmack ist schon sehr speziell.
      Ich muss mir mal ein Backbuch mit Stevia besorgen und ein bisschen rumexperimentieren. Bisher benutze ich Stevia nur im Cappuccino oder für Joghurt und Quark.

      Ich kann Dir dieses Stevia empfehlen, es ist reines Stevia enzymveredelt, d. h. nahezu bitterfrei:

      http://www.stevia-handel.de/shop/product_info.php/info/p3_Stevia-Pulver-100g.html

      An diesem Pott habe ich fast ein Jahr, weil man es supersparsam verwenden kann/muss.

      Von den Produkten aus dem Supermarkt kann ich Dir nur abraten, da ist (wie sollte es auch anders sein) kaum „echtes“ Stevia drin, der Rest ist wieder chemischer Scheiß.

      Ganz LG
      Mara

  4. Ich nutze Süßli zum süßen von z.b. Pudding – daran habe ich mich gewöhnt. Stevia habe ich ganz früher mal ausprobiert, als es nur über ebay zu kaufen gab.

    Aber das ist einfach nicht mein Geschmack.

    • Ich nehme es auch nur für Cappuccino und Joghurt, es hat wirklich einen sehr eigenen Geschmack.

      Ich möchte mal einen Kuchen damit backen, es gibt ja jetzt schon jede Menge Backbücher. Für mich ist es halt wegen dem Diabetes interessant.

      Manchmal allerdings bekomme ich `nen richtigen Anfall und dann brauch ich einen dicken fetten Schokoriegel, mit ganz viel Kalorien und Zucker :yes:

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