Innovation: Finnen revolutionieren die Müllabfuhr

Das tolle daran ist, dass dieses System
überall einsetzbar und absolut effektiv ist.

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Simpel, günstig und absolut genial :yes:

Dienstags kommt die Müllabfuhr – mit diesem Trott soll bald Schluss sein, findet Fredrik Kekäläinen. Der finnische Unternehmer fragt sich schon seit längerem, warum die Abfalltransporter auch dann anrücken, wenn der Glascontainer oder die Mülltonne nur halb voll sind. “Das System ist ineffizient”, sagt er. “Müllwagen verbrauchen zu viel Sprit, Zeit und Geld.”

Kekäläinen hat nun einen Weg gefunden, wie sich Abfall cleverer beseitigen lässt. Mit seinem Startup Enevo will der Finne Mülltonnen schlau und gesprächig machen. Dazu hat Kekäläinen einen etwa faustgroßen Sensor entwickelt, den er unter dem Deckel von Abfalltonnen befestigt. Einmal die Stunde misst das Gerät mit einem Ultraschallsensor, wie viel Unrat drin ist im Trog. Ist aller Stauraum genutzt, sendet das Gerät per Mobilfunk die Meldung: Tonne voll.

Auf einer Internetplattform, die Enevo entwickelt hat, haben Kommunen stets den Überblick, wo ein Container geleert werden will. Eine Software berechnet daraufhin den kürzesten Weg, den ein Müllwagen an diesem Tag fahren muss. Statt also Woche für Woche die gleiche Route zu nehmen, sollen die Transporter nur noch dahin fahren, wo sie wirklich gebraucht werden.

Mit ihrer Technik sind die Gründer voll im Trend – denn Städte werden zunehmend vernetzt. In Hamburg startete erst kürzlich ein Pilotversuch mit einem neuartigen Sensor, der die freien Parkplätze einer ganzen Straße erkennt, vermisst und an eine Smartphone-App meldet.

“Wir haben in Finnland schon einige Feldversuche erfolgreich abgeschlossen”, sagt Kekäläinen. Das Ergebnis: Kommunen können bis zu 40 Prozent Kosten für die Müllabfuhr einsparen – an Sprit, Fuhrpark und Personal. Obendrein macht das System die Müllabfuhr umweltfreundlicher, weil sie damit weniger Sprit verbraucht. Auch überfüllte Container vermeidet die Software. Und dank eines integrierten Temperaturfühlers warnen die Sensoren sogar vor Feuer.
In Zukunft sind alle Mülltonnen vernetzt

Die Batterie in den Messfühlern soll mehr als zehn Jahre lang reichen. Einmal installiert, will Enevo den Betrieb des Systems übernehmen – gegen eine monatliche Nutzungsgebühr. Per Internet-Plattform stehen die Informationen den Kommunen jederzeit bereit. “Wir sind mit vielen Städten in konkreten Gesprächen”, sagt Kekäläinen, “darunter in Finnland, Norwegen, Deutschland, Kanada und den USA.”

Zunächst sollen nur große Container, etwa für Glas oder Papier, an das System angeschlossen werden – aber eines Tages könnten die Finnen auch Haushaltsmülltonnen vernetzen. “Vielleicht teilen sich mehrere Haushalte dann aber eine Tonnen”, sagt Kekäläinen, “denn das ist effizienter.”

Die Finnen sind nicht die ersten, die die Abfallwirtschaft intelligenter machen wollen: Der US-Hersteller Big Belly Solar hat ebenfalls eine funkende Mülltonne im Angebot. Anders als die Amerikaner kann Enevo allerdings auch bestehende Tonnen schnell und preiswert aufrüsten.

Quelle:

http://green.wiwo.de/innovation-finnen-revolutionieren-die-mullabfuhr/

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10 Kommentare zu “Innovation: Finnen revolutionieren die Müllabfuhr

    • Ich kann nur hoffen, dass sich die Deutschen das als Beispiel nehmen. Aber wenn, dann machen das wieder nur ein paar Gemeinden.

      Na ja, die Hoffnung stirbt zuletzt…

      Ganz LG
      Mara

  1. Die Idee finde ich auch super – und was für Funkwellen sind das? Werden hier wie fast überall die gepulsten Wellen der Funkmasten genutzt?
    Ich hoffe, dass die schädlichen Wellen bald durch lebensfreundliche Technik ersetzt werden! dann ist dies noch besser…

    • Stimmt, da stellt sich die Frage, was ist schädlicher: Der Energieverbrauch oder die Wellen?

      Bald wird sich eh alles ändern – alles nur Übergänge 😀

      Ganz LG

  2. In meinem Heimatort waren Mülltonnen abschließbar, damit niemand seienn Müll ungerechtfertigt in dfre,mde Tonnen entsorgt und der Müll wurde am fahrzeug gewogen, damit die gebühren gerechter ausfallen. Higt tec geht hierzulande doch, auch wenn die Motivation oft eine etwas seltsame ist.

    • Sparen ist leider nicht das, was die Großkonzerne wollen. Die leben ja von der Verschwendung 😦

      So langsam wachen die Leute aber auf und suchen nach Alternativen. Das macht mir Hoffnung 🙂

      Ganz LG
      Mara

      • Ja, dass die Polizei ihre Arbeit nicht gut machen kann weil sie sich sonst selbst abschaffen müsste, dass die Ärzte die Patienten nicht heilen dürfen, weil sie sonst ja ihre Einkommensquelle verlieren, dass Baufirmen pfuschen müssen damit sie etwas zu reparieren haben und dass wir nicht freundlich sein dürfen weil wir sonst für doof gehalten werden, sind Regeln die in der Gesellschaft verankert sind. Und ein Großkonzern entsteht dann wenn man den Schritt vom „Probleme nicht lösen“ zu „mit jeder Detaillösung 100 neue Probleme schaffen“ gegangen ist. Erst dann nimmt man so viel Geld ein dass man sich solch ein überflüssiges Konstrukt leisten kann.
        Unsere Gesellschaft hat diesen Webfehler und wirkliche Lösungen sind eine Gefahr für das jetztige System. Es wird nicht einfach sein. Trotzdem habe auch ich Hoffnung.

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