Traumatisierte Generationen! Zu welcher gehörst Du?

Das Thema „traumatisierte Generationen“ lässt mir keine Ruhe mehr.
Und meine Beobachtungen und Recherchen decken Schreckliches auf.
Unser Problem ist nach wie vor die „Tabuisierung“.
Denn alle traumatisierten Generationen haben eines gemeinsam:

Schweigen!

Auf dem Weg meiner Recherchen, bin
ich auf unglaubliche Dinge gestoßen.
Immer wenn ich über ein Traumata las, dann
entdeckte ich beim nächsten Mal noch schlimmeres.
Den schlimmen Erlebnissen unserer, derzeit lebenden
Generationen, sind wirklich keine Grenzen gesetzt.
Und es sind nicht nur einzelne Menschen –
nein – es sind wirklich ganze Generationen!!!
Und das finde ich beachtlich.

Wenn einer sagt: „Ich habe Schlimmes erlebt!“,
dann können wir fast davon ausgehen,
dass es in unmittelbarer Nähe jemanden gibt,
der noch schlimmeres erlebt hat.

Im Prinzip bräuchten wir ein ganzes Heer Traumaspezialisten,
die sich diesen tiefgreifenden, schwer ranzukommenden,
schwer aufzudeckenden, tabuisierten Traumata der
Gesellschaft annimmt. Wenn sich dessen niemand annimmt,
dann vererben wir das unseren Kindern und Kindeskindern
und Kindeskindeskindern usw. – es nimmt also kein Ende!!!

Gehen wir einmal die Generationen
durch und die dazu gehörigen Traumata:

Da wären zum einen die „Kriegskinder“!
Kriegskinder sind Menschen, die in ihrer Kindheit durch direkte
oder indirekte Einwirkungen des Krieges nachhaltig wirkende
psychische und physische Schäden erlitten. Oft bleiben solche
Kriegstraumatisierungen über Jahre unbewusst, sind aber doch
wirksam und lösen komplexe seelische oder psychosomatische
Krankheitsbilder aus. Die Lebensgestaltung eines so
traumatisierten Menschen bleibt durch die Kriegserlebnisse
geprägt und kann die nächste und übernächste Generation verändern.

Der Film zeigt, dass das Leben von uns allen, die wir im
20. Jahrhundert geboren wurden, überschattet ist vom
Trauma des Zweiten Weltkrieges, auch wenn wir ihn nicht
am eigenen Leib erfahren haben. Denn in den Seelen
der Nachkommen ist der Krieg noch nicht vorbei.

Hier noch ein Vortrag von Sabine Bode aus der Veranstaltung
„Eine unauffällige Generation und die vergessene Trauer!“:

VortragKriegskinderSabineBode

Die Frauen, deren Männer in den Krieg zogen,
standen gleich mehreren Herausforderungen gegenüber.
Zum einen die Angst: Kommt der Mann wieder nachhause
oder ist er gefallen oder wird er vermisst?
Die Männer, die dann nachhause kamen, waren
selbst stark traumatisiert, durch diese
schrecklichen unmenschlichen Kriegserlebnisse.
Und dann auch noch als Verlierer dazustehen,
gab den ehemaligen Soldaten den Rest.
Diese Frauen mussten die Trümmer wegräumen,
ihre Kinder großziehen und hatten psychisch
hochgradig verletzte Männer zuhause sitzen,
die vielleicht sogar noch durch Kriegsverletzungen
behindert wurden. Da das Leben aber weiter gehen
musste, entschieden sich die meisten dafür, die
Geschehnisse zu verdrängen und so überlebten sie
Jahrzehnte, ohne auch nur einmal darüber zu reden
oder sich gar einer Traumatherapie zu unterziehen.
Wieso auch? Den anderen ging es doch genauso,
da muss man stark sein, darf sich nicht
beschweren, es geht uns doch jetzt gut.

Jetzt sitzen sie zum großen Teil in den
Altenheimen und alles kommt wieder hoch.
Doch anstatt ihnen auf ihre alten Tage noch zu helfen,
stopft man sie mit Pillen voll, damit sie Ruhe geben.
Im günstigsten Falle, erkennt man das
Dilemma und geht liebevoll mit ihnen um.
Aber eine richtige Aufarbeitung ist für
diese Generation nicht mehr möglich.
Man wartet ab, bis alle ihren Frieden
gefunden haben und keiner mehr lebt.
Das klingt hart, es ist aber so.
Ein Kriegskind das damals zehn Jahre alt
war, ist heute um die 80 Jahre alt.
Soll man mit einem 80-jährigen noch
eine Traumatherapie durchziehen?
Die Antwort muss sich jeder selbst geben.

Aus dieser Zeit ist eine neue Generation entstanden:

„Die Nachkriegskinder!“

Kinder sind anpassungsfähig. Und ein Kind,
welches, sagen wir mal, 1942 geboren wurde,
kennt außer dem Krieg nichts anderes.
Es ist für dieses Kind, die Welt,
in die es hineingeboren wurde.
Jetzt resümieren wir einmal:
Es ist Krieg, der Mann hat Heimaturlaub,
kommt Nachhause und nutzt natürlich die
Zeit für die Zweisamkeit mit der Frau.
Keiner denkt in diesem Moment daran,
dass er vielleicht nicht mehr nachhause kehrt.
Die Frau wird schwanger. Der Mann kommt nie wieder.
Im günstigsten Fall erfährt die Frau,
der Mann ist da und da gefallen.
Sie kann sich auf eine neue Beziehung einlassen
und dem Kind einen Ersatzvater bieten.
Im ungünstigsten Fall erfährt die Frau
nie, was mit ihrem Mann geschehen ist.
Das heißt, sie ist und bleibt verheiratet.
In ständiger Ungewissheit muss sie
ihre Kinder alleine großziehen.
Das Neugeborene hat seinen Vater nie
gesehen und wird auch in nächster Zeit
keinen Ersatzvater zu Gesicht bekommen.

Vorhandene Geschwister müssen sich um
die Kleinsten kümmern, während die Mutter
sich um die nötigsten Dinge kümmern muss,
wie Nahrung, Kleidung, Bildung, Aufbau.
Das Kind ohne Vater leidet, die Geschwister,
die nie eine Kindheit hatten und sehr früh
Verantwortung übernehmen mussten,
leiden, die Frauen leiden.

So entstand auch das „Parental Alienation Syndrom“
Eltern Kind Entfremdung – maternaler Missbrauch – vaterlos:

Dass die Beziehung zum Vater wichtig für die kindliche Entwicklung ist, kann heute niemand mehr in Frage stellen. Sie stärkt das Selbstverständnis und die Beziehungsfähigkeit. Jungen brauchen den Vater für den Aufbau einer männlichen Identität und sind von einem Verlust des Vaters besonders stark betroffen.
Die 1975 begonnene Mannheimer Kohortenstudie untersuchte die Kriegskinder der Geburtsjahrgänge 1935 und 1945 über einen langen Zeitraum hinweg. Dabei zeigten sich bis heute bestehende gravierende Langzeitfolgen der kriegsbedingten Vaterlosigkeit. Vor dem Hintergrund dieser Studie und aktueller entwicklungspsychologischer Konzepte analysiert Matthias Franz die Situation der heutigen Vaterlosigkeit vieler Jungen mit immer mehr Scheidungen und Trennungen unverheirateter Paare. Wie kann der erhöhten psychosozialen Belastung der Betroffenen entgegengewirkt werden?

Aus dieser Generation entwickelte sich
die Generation „der Verantwortlichen!“

Man übergab ihnen viel zu früh Verantwortung.
Für diejenigen die noch in einer Familie lebten,
galt es dafür zu sorgen, dass so etwas wie
der zweite Weltkrieg nie wieder passiert.
Es wurden Klischees aufgebaut und Dinge
verlangt, von denen man glaubte, die Welt
würde sich zu einem besseren wenden.
Diese Generation war für den Wohlstand verantwortlich.
Sie musste lernen sich zu wehren, sobald etwas schief lief.
Wirtschaftskrise, Atomkraft, Umweltkatastrophen
und, und, und… Diese Generation musste dafür sorgen,
dass es im Staate nicht krieselt.
Immer auf der Hut und immer darauf bedacht die
wiedergewonnene Freiheit nicht wieder zu verlieren.
Mit Argusaugen den Systemaufbau und die Politik beobachten.
Nichts dürfe sich mehr wiederholen. Wow!
Wie anstrengend und nahezu fast unmöglich.

Bei dieser Generation handelt es sich um die 68er-Bewegung:

https://www.bpb.de/geschichte/deutsche-geschichte/68er-bewegung/

Und dann gab es noch die „Heimkinder“!

Diejenigen, die ohne Familie aufwachsen mussten
und deren Mütter zu schwach waren, die Kinder
großzuziehen, wurden in Heime gesteckt und dort
den mitunter übelsten Qualen ausgesetzt,
die man sich vorstellen kann.
Obwohl, ich revidierte, solch unmenschlichen
Dinge kann ich mir eigentlich nicht vorstellen,
hätte ich es nicht nachgelesen oder in den
wenigen Interviews selbst gehört und gesehen.

Die Dokumentation zum Film: „Und alle haben geschwiegen“:

Nicht für alle waren die 50er und 60er Jahre in der Bundesrepublik eine Zeit des Aufbruchs. In kirchlichen und in staatlichen Heimen wurden etwa 800.000 Kinder jahrelang unter heute unvorstellbaren Bedingungen gedemütigt, geschlagen, ausgebeutet und eingesperrt.
Es waren meist nichtige Gründe, die zur Einweisung in die Erziehungsanstalten führten — Gründe, die ein gesellschaftliches Kartell bestimmte, zu dem Jugendbehörden, Gerichte, Lehrer, Nachbarn, Eltern und vor allem die damals noch einflussreichen Kirchen gehörten.

Sie legten fest, was gut und böse, wer brav und wer ungezogen war und ab wann ein Mädchen als „sexuell verwahrlost“ zu gelten hatte. Es reichte schon, wenn Nachbarn berichteten, dass ein Kind einer alleinerziehenden Mutter unpassend gekleidet sei oder mit 15 Jahren schon einen Freund oder Freundin hatte, auf Tanzveranstaltungen ging oder die Schule schwänzte. „Wenn du nicht brav bist, kommst du ins Heim“ war eine weitverbreitete Drohung damals. Und dort landete man schneller, als man glaubte.

Ein Martyrium im Dunkeln

Wer einmal ins Heim eingewiesen wurde, blieb dort oft lange Zeit. Gut die Hälfte der Kinder war zwei bis vier Jahre in solchen Heimen. Andere verbrachten ihre ganze Kindheit und Jugend in den oft hermetisch abgeschlossenen Häusern.

3.000 Einrichtungen waren es insgesamt in Westdeutschland. Viele Kinder litten unter schlecht ausgebildeten, unbarmherzigen Erziehern, die Idealen von Zucht und Ordnung anhingen und die Kinder seelisch und körperlich misshandelten. Sie wurden geschlagen, gedemütigt, zur Strafe eingesperrt und ausgebeutet. Ein ausgeprägter und anhaltender Sadismus durchzog den Alltag jener geschlossenen Anstalten, die „gefallene Mädchen“ und „schwer erziehbare Jungen“ auf den Pfad der Tugend und den Weg des Herrn zurückbringen sollten.

Innerhalb des wirtschaftlichen Aufbruchs und als Konsequenz der Frauenbewegung, entstanden schließlich „die Schlüsselkinder!“

Die 68er-Bewegung hat ganze Arbeit geleistet und dafür
gesorgt, dass nun auch die Frauen arbeiten gehen dürfen.
Anscheinend haben sie das vorher
nicht getan, ich meine gearbeitet.
Vorher waren sie Sklaven ihrer herrschsüchtigen Männer.
Jetzt waren sie frei und durften die Jobs erledigen,
die sie gerne hätten, vorausgesetzt
sie verfügten über die nötige Bildung.
Aber selbst da hat man einiges erreicht, die Frau
durfte sich jetzt genauso bilden wie der Mann.
Super, toll, klasse!
Aber was macht man mit den Kindern?
Na, diejenigen die Karriere machen
wollten, die machten erst gar keine.
Blöd, dass hätte man noch vor der
Renteneinführung klären sollen.
Da hätte man sich mal absprechen sollen.
Und da die Frau ja jetzt gleichberechtigt war,
durfte sie auch gleich mal mit Geld verdienen.
Die ohne Bildung mussten dann halt putzen gehen
oder an der Kasse oder an der Theke arbeiten.
Es wurden extra Frauenberufe eingeführt,
die hat man dann zu einem Ausbildungsberuf
gemacht und schon war die Frau emanzipiert,
aufgeräumt und glücklich. Oder doch nicht?
Nein, nicht wirklich, denn jetzt hatte die
Frau nicht eine Belastung weniger,
sondern eher eine Belastung mehr.
Denn die „normale“ Familie bekam immernoch Kinder.
Jetzt arbeiteten beide Elternteile.
Man möchte schließlich am Wirtschaftswunder teilhaben.
Auch ein Auto, auch einen Fernseher haben usw. usf..

Also überließ man die Kinder sich selbst und
drückte ihnen einen Schlüssel in die Hand.
Man glaubt gar nicht, zu was Kinder fähig sind.
Wenn sie ohne Grenzen, ohne Vorbilder
und ohne soziale Kompetenz aufwachsen,
dann werden sie zu Selbstläufern.
Auch hier sind den Tätern keine Grenzen gesetzt.
Wobei ich hier eher von einer Opfer-Opfer-Situation
sprechen muss, denn diese Kinder sind sich
ihrer Handlungen noch nicht einmal bewusst.
Und das ist das Fatale daran, man kann hier
nicht einmal einen Schuldigen benennen.
Die meisten in der Kindheit missbrauchten,
geben sich selbst die Schuld und würden
vor lauter Scham am liebsten im Boden versinken.

Zahl der Tatverdächtigen sexueller Übergriffe laut Hessischem Landeskriminalamt:

2005: 2.846 – davon 44 Tatverdächtige unter 14 Jahren

2006: 2.761 – davon 65 Tatverdächtige unter 14 Jahren

2007: 3.017 – davon 95 Tatverdächtige unter 14 Jahren

2008: 3.032 – davon 63 Tatverdächtige unter 14 Jahren

2009: 2.391 – davon 87 Tatverdächtige unter 14 Jahren

Birgitta Degoutrie muss ihre Jungs immer im Blick haben: denn was sie getan haben, soll sich nicht wiederholen. Die sieben Jungen, 9 bis 14 Jahre alt, haben andere Kinder, oft sogar die eigenen Geschwister, vergewaltigt. Heute leben sie in einem Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Hessen und werden therapiert.

Birgitta Degoutrie arbeitet mit den jungen Tätern, will ihnen einen Weg ohne sexuelle Gewalt zeigen.

Die Reporterin Anna Schilling hat exklusiv Einblick in den Alltag bekommen. Das Problem wächst. Immer mehr Kinder werden sexuell übergriffig. Es gibt eine Warteliste für die einzige Hilfseinrichtung in Hessen. Keiner der Jungen hatte eine glückliche Kindheit. Anton (Name von der Redaktion geändert) zum Beispiel ist selbst schon als Säugling und Kleinkind von mehreren Mitgliedern seiner Familie immer wieder vergewaltigt worden. Heute erpresst er andere Kinder, ihn zu befriedigen.

René (Name von der Redaktion geändert) erzählt, dass er das nachgemacht hat, was er mit seinem Vater erleben musste. Selbst nach vielen Arbeitsjahren erschrickt Birgitta Degoutrie noch manchmal darüber, was man Kindern antut – und welche Folgen das dann haben kann.

Es gibt noch eine weitere Gruppierung, die von
der Anzahl her zwar verhältnismäßig gering ist,
aber alleine die Tatsache, dass so etwas in
unserer heutigen Zeit, in einem „zivilisiertem“
Land geschieht, ist unglaublich und darf
nicht totgeschwiegen werden.

Hier geht es um Sekten und Satanismus:

http://maras-welt.blog.de/2013/05/10/sektenkinder-neuen-gruppe-weltdiener-15930531/

ACHTUNG – ACHTUNG!!!
DIESES VIDEO IST NICHTS FÜR SCHWACHE GEMÜTER!!!

Sandra und Antje sind beide aufgewachsen in satanistischen Zirkeln, sind als Kinder missbraucht und gefoltert worden. In dem Film „Höllenleben – Der Kampf der Opfer“ erzählen sie von schwarzen Messen in einer Kirche, Ritualen auf dem Friedhof, Folter und Kindstötungen. Seit mehr als zehn Jahren hatten die Geschwister keinen Kontakt zueinander.
Jetzt haben beide unabhängig voneinander den Mut gefunden, Anzeige zu erstatten gegen Unbekannt und – gegen ihre eigenen Eltern. Und ihre Aussagen sind identisch.
Den Entschluss dazu haben sie nach der Ausstrahlung des Films „Höllenleben“ im Dezember 2001 im Ersten gefasst. Ein Film, der erzählte, wie Nicki, eine durch rituellen Missbrauch schwer traumatisierte Frau, sich auf die Spurensuche nach Tätern und Tatorten gemacht hat.
„Höllenleben – Der Kampf der Opfer“ zeigt, wie es weiterging mit Nicki, stellt einen erneuten Versuch dar, sich dem Thema „ritueller Missbrauch in Deutschland“ zu nähern. Etliche Frauen, die sich gemeldet haben, bestätigen Nickis Geschichte. Z. B. Karin, die wie Nicki Opfertötungen miterlebte, oder Katharina, die Nicki im Film wiedererkannte und darüber hinaus noch Nickis Erinnerung an einen Täternamen bestätigt. Auch sie hat Anzeige erstattet.
Fast alle Opfer werden früher oder später selbst zu Tätern gemacht. Sie werden gezwungen, sich selbst schuldig zu machen, damit sie niemals aussagen. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, hat Annette Selbstanzeige erstattet, sich bezichtigt, einen Menschen getötet zu haben. Sie ist, wie Karin, wie Sandra, nicht multipel, also nicht, wie viele andere Opfer, als Folge der erlittenen Qualen in mehrere Identitäten gespalten. Das erhöht zum einen die Glaubwürdigkeit aller und zum anderen die Chancen für tatsächliche Ermittlungen.
Wie in diesen Fällen ermittelt wird und warum in anderen Fällen die Opfer zwar keine Anzeige erstatten, aber anonym aussagen wollen, davon erzählt diese weitere Filmdokumentation.

Und diese Last wird mit Alkohol und Drogen getragen.
Das bringt uns zur nächsten Generation,
zu einer Generation, die meines Erachtens
sämtliche Traumata tragen muss:
„Die Sandwich!“-Generation, die 25-45-jährigen.
Die Schuld, die Last, die Auswirkung und
die Anforderungen sämtlicher Vorgenerationen
sind sowohl epigenetisch, als auch
psychisch weitergegeben worden.
Wir müssen die Altlasten der Vorangegangenen
tragen und zugleich die junge, nachwachsende
Generation motivieren und ihnen Perspektiven bieten.

Und da wir das nicht können, entwächst daraus
die „Leckt-mich-alle-am-Arsch!“-Generation.

Und das alles, weil wir insgesamt eine
stark traumatisierte Gesellschaft sind!

Wie können wir diesen Teufelskreis unterbrechen?

Indem wir unser Schweigen brechen und uns
bewusst werden, dass wir nicht alleine sind.
Leider ist das sehr schwer in unserer heutigen Gesellschaft.

Zum Abschluss möchte ich Euch noch ein Buch
vorstellen, welches ich selbst noch nicht
gelesen habe und wo ich auch nicht sagen kann,
ob ich es je lesen werde, denn zu schrecklich
sind die Erlebnisse dieser Frau.

Aber alle die sich dafür interessieren,
können vorab auf der Webseite zum Buch
ein bisschen rumstöbern und sich dann
überlegen, ob sie sich das Buch kaufen:

http://www.vaterunserinderhölle.de/index.php

Und wer es sich gleich kaufen möchte,
bekommt es jetzt zu einem Superpreis,
in der Neuauflage hier:

http://www.weltbild.de/3/13673967-1/buch/vater-unser-in-der-hoelle.html

So, jetzt ist der Beitrag ein bisschen lang
geworden, aber mir war das Thema so wichtig,
dass ich es niederschreiben musste.
Und ich kann mir gut vorstellen, dass sich
jeder von Euch, in einer dieser Generationen
wiederfindet oder zumindest jemanden in der
Familie hat, dem das eine oder andere widerfahren ist.

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5 Kommentare zu “Traumatisierte Generationen! Zu welcher gehörst Du?

  1. In meiner Lehrzeit habe ich auch einige schlimme Dinge erlebt. Ausweiten möchte ich diese Geschichte an dieser Stelle nicht.
    Mir persönlich haben drei Dinge sehr geholfen: Das Schreiben, Sport (in erster Linie Reiten) und mein jetziger Mann.
    Ich habe auch mal professionelle Hilfe in Anspruch genommen, aber einen wirklich guten Therapeuten zu finden, das ist schwer…
    Gruß Karen

    • Danke, für Deine offenen Worte. Natürlich soll sich hier auch niemand aufgefordert fühlen, sein Herz in meinem bescheidenen Blog auszuschütten. Dafür gibt es geeignetere Mittel und Wege.
      Ich fand es einfach wichtig, dass die Dinge einmal als Ganzes betrachtet werden. Wo man doch immer nur von den einzelnen Gruppierungen spricht.

      Es freut mich, dass es Dir gut geht!

      Ganz LG
      Mara

  2. Auch wenn ich deinen Gedankengängen folgen kann… mir ist das viel zu pauschal… Ich glaube 1. nicht, das ALLE immer noch traumatisiert sind und 2. betreffen die Phänomene von Generationen immer nur einen Teil der Gesellschaft. Sich aus einem Trauma zu lösen schaffen immer wieder Menschen, auch ohne Hilfe von aussen, sondern aus sich heraus. So werden es auch Menschen aus der Kriegsgeneration geschafft haben sich aus dem Trauma zu lösen und somit ist nicht jeder der nachfolgenden Generationen unmittelbar diesem Trauma ausgesetzt gewesen. Wie ist es sonst möglich das Menschen sich eben nicht mit den Phänomenen ihrer Zeit entwickeln ? Insgesamt ist mir der Eintrag viel zu negativ und einseitig. Ich glaube Dir bei jedem einzeln angeführten Thema das es diese schrecklichen Dinge gibt und das sie schreckliche Auswirkungen auf die Betroffenen haben. Doch gibt es auch hier zwei Seiten… es gibt auch positive Dinge mit positiven Folgen für die Menschen… Wo kommen die her ?

    LG

  3. Natürlich sind nicht automatisch alle traumatisiert, da muss ich der Artistin schon recht geben.

    Aber: Unsere Gesellschaft reagiert traumatisiert, wenn diese Fälle aufgedeckt werden, und tut so, als wollte sie das nicht glauben, als würden die Opfer selber schuld sein.

    Denkt nur daran, wie sich alle auf Natascha Kampusch gestürzt haben. Natürlich wurde das vom Täterkreis gelenkt. Aber unsere Gesellschaft ist zu blauäugig, das zu durchschauen.

    Und dieses Kurzschluss-Verhalten, die Opfer auszugrenzen und zu beschimpfen, arbeitet den Tätern zu. Das erklärt, warum es auch in Deutschland unglaubliche organisierte Verbrechen gibt, diese oft nicht aufgedeckt werden, und warum die Täter, dank dem gutgetarnten Doppelleben, das sie führen, ein Leben lang unbehelligt und oft in sehr gut situierten, gesellschaftlichen Kreisen oder Kunst-Szenen leben.

    Unserer Gesellschaft wird suggeriert: Das sind sowieso nur die besonders Blöden, die da Opfer werden. Identifiziert euch bloß nicht mit denen, ihr selber habt es schließlich raus. Euch selber würde so was nie passieren.

    In diesem Sinne leben wir sehr wohl in einer traumatisierten Gesellschaft. Unsere Gesellschaft duldet diese Verbrechen. Sonst wären geisteskranke Sekten und alle Vertreter der organisierten Kriminalität schon längst geoutet und verhaftet.

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