Pleiteland Zypern: Jetzt gibt es die ersten Milliarden vom ESM

Und wer wird damit bedient?
Nein, nicht das zyprische Volk.
Natürlich, die Banken!

Und jetzt ist es soweit, die ersten Aasgeier
machen sich über den Leichenschmaus her!!!

Ich kann mich noch genau an die Proteste erinnern.
Überall Petitionen, Aktionen, Proteste, Demos und
nichts hat gefruchtet. Es fehlte an Aufklärungsarbeit.
Die meisten Bürger hatten nicht den leisesten Schimmer,
was dieser ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus)
für uns bedeutet. 160 Professoren ließen, in einem
offenen Brief, ihren Unmut über diesen Pakt aus.

Die Zustimmung wurde vorm Bundesverfassungsgericht
entschieden und mit ein paar Tricks und Kniffen
dann schlußendlich durchgesetzt. Wir hatten ja
eine gute Ablenkung: Die Weltmeisterschaft im Fussball.

Tja, es scheint ja wichtiger zu sein, welches Land
ein Ballspiel gewinnt, als die Zukunft unseres Landes.

Während die Finanzminister mit Slowenien das nächste Land vor einem Bailout in der Euro-Zone bewahren wollen, erhält Zypern zwei Milliarden aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). Auch für die Banken in Griechenland und Portugal gibt es Milliarden.

Der ESM schüttet die ersten Milliarden an das Pleiteland Zypern aus. Nach den zwei Milliarden, die das Land heute bekommen hat, folgt im Juni noch eine weitere Milliarde, berichtet Bloomberg. Insgesamt können bis zu zehn Milliarden Euro an den Mittelmeerstaat ausgezahlt werden.

Die Finanzminister der EU versuchen derzeit einen weiteren Bailout in der Euro-Zone – Slowenien scheint der nächste Kandidat hierfür zu sein – zu verhindern. Die Rating-Agentur Moody’s hat slowenische Staatsanleihen auf Ramsch-Niveau herabgestuft. Auch für Griechenland und Portugal wurde die Auszahlung der nächsten Tranchen verabschiedet.

Das Geld ist in allen Ländern jedoch nur zu einem geringen Teil für die Bürger bestimmt. Die Länder brauchen das Geld, um ihre Kredite bedienen zu können.

Während all dieser Auszahlung versuchen die Kommissare der EU, einen Paradigmenwechsel einzuleiten. Seit der Zwangsabgabe in Zypern ist klar, dass künftig nicht mehr nur die Steuerzahler, sondern in einer vorgeschobenen Instanz die Sparer für das Scheitern der Banken aufkommen sollen. Die EU schafft dafür gerade das entsprechende Regelwerk.

Quelle und weiter:

http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2013/05/475779/pleiteland-zypern-jetzt-gibt-es-die-ersten-milliarden-vom-esm/

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