Eine vergnügte Ballonfahrt ins Leseland

Die leider schon verstorbene Sonderschullehrerin Hiltraud Prem hat eine Methode entwickelt, bei der Kinder und Erwachsene, praktisch von 5-99 Jahren, lesen lernen können. George Dawson aus Dallas lernte erst mit 98 Jahren Lesen und Schreiben. Mit 102 wurde er Bestsellerautor, weil ihn sein Lehrer ermutigt hatte, sein Leben zu erzählen. Ich weiß jetzt nicht, ob er nach der Prem-Methode gelernt hat oder nicht, aber es war keine Methode, nach der unsere Kinder heutzutage gelehrt werden, sonst bräuchten die nicht mehrere Jahre dafür. Eine konventionelle Lernmethode hätte ihn in jedem Fall mehr Zeit gekostet, als er noch zu erwarten hatte.

Leselanda

Ihr, auch leider, schon vergriffenes Buch „Eine vergnügte Ballonfahrt ins Leseland“ erklärt die Methode. Ich habe mir jetzt ein gebrauchtes Exemplar bestellt und werde auf jeden Fall berichten, denn unser Kleiner kommt im September in die Schule und wird bis dahin von mir als „Versuchskaninchen“ eingesetzt. Darf man den Befürwortern dieser Methode Glauben schenken, dann müsste er, noch vor der Einschulung, in einem halben Jahr, schon einigermaßen lesen können. Ich möchte Euch daran teilhaben lassen und so eine Art Tagebuch darüber führen, mal sehen, wie mein Fazit sein wird.
Ich jedenfalls freue mich schon riesig drauf 😀

Hier findet Ihr eine kleine Erläuterung der Methode:

http://www.adalbertstifter.at/Prem.htm

Bei meinen Recherchen bin ich auf folgenden Artikel
gestoßen, der die IntraActPlus-Methode vorstellt:

http://www.zeit.de/2008/31/C-Schreiblernprogramm

Den Kommentar, den ich dort entdeckt habe, möchte ich Euch nicht vorenthalten, weil er, in meinen Augen, richtig gut ist:

FranzJosefNeffe
28.07.2008 um 9:40 Uhr

3. Wettkampf um die Herrschaft oder endlich etwas Intelligenz?

Das ist ja zum Mäusemelken! Als ob es hier um einen Schönheitswettberwerb pubertierender Pädagogen ginge! Ich darf doch mal an die vielen Kinder erinnern, die Lesen mit 4 oder 5 Jahren lernen, weil es sie interessiert und ihnen der Opa oder die Mama an ein paar Wörtern einer Zeitung die Buchstaben einmal gezeigt hat und sie den Rest selber finden.
Dann wäre auch noch die verstorbene Lehrerin Hiltraud Prem zu erwähnen, deren Kinder ALLE in einem Drittel der üblichen Zeit richtig und vor allem gern lesen und schreiben lernten. 70 Lehrer aus Bayern, Österreich und Hessen erprobten die Prem-Methode in einem Schulversuch und bekundeten, dass dies das erste stressfreie Schuljahr ihrer Laufbahn sei und sie die Prem-Methode beibehalten würden. Von vielen Eltern bekam H.Prem Rückmeldungen, die mit ihrer kleinen Lesefibel „Eine vergnügte Ballonfahrt ins Leseland“ zu Hause mit den Kindern erfolgreich lesen und schreiben lernten, wenn es die Schule nicht schaffte oder wenn die Kinder schon früher Interesse zeigten. Ein Vater berichtete, wie seine Tochter mit Hilfe der einfachen Bildwortkarten in zwei Stunden lesen gelernt habe. Alle 5 Minuten war sie mit einer neuen Karte gekommen, dann fuhren sie in die Stadt. Die Ampel stand auf Rot, die Tochter: „H-Ho-Hot-Hote-Hotel – was ist das Papa?“ Und da wollen diese dämlichen Erwachsenen immer noch nichts anderes als „Herrschende Wissenschaft“ spielen? Die sollen endlich mal DIENEN lernen! Ich grüße herzlich.
Franz Josef Neffe, DCI

Na, der hat mal Pfeffer unterm Hintern – toll!

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5 Kommentare zu “Eine vergnügte Ballonfahrt ins Leseland

  1. Halte ich auch für eine gute Methode. Werde euren Lernprozess gerne verfolgen 🙂

    Auch gut ist die Silbenbogen-Methode. Bei Leserabe gibt es später für Erstleser Silbenlesebücher. Da sind die Silben der einzelnen Wörter abwechselnd Rot und Schwarz. Man muss austesten, auf was das eigene Kind am besten anspringt.

    Die Methodik der heutigen gängigen Grundschulen (zumindest in Berlin) ist mehr als kritikwürdig.

    Dabei ist Lesenlernen das Wichtigste überhaupt. Nur ein Kind das lesen kann, kann später auch selbstständig und fehlerfrei schreiben.

    • Ich finde es auch fragwürdig, warum es so viele wunderbar effektive Methoden gibt, und zwar nachweislich, und wir in den konventionellen Schulen immer noch mit diesem Mist arbeiten.

      Bei meinen Recherchen, ist mir aufgefallen, dass dieses Buch nur noch gebraucht zu haben ist und das z. T. total überteuert. Anstatt eine Neuauflage herauszubringen, stirbt dieses Buch aus und gilt nun als „Geheimtipp“.

      Warum sterben gute Dinge immer so schnell aus und so schwachsinniges Zeugs hält sich über Jahrzehnte?
      Ich glaube, weil die Machtinhaber nicht möchten, dass wir ein gebildetes Völkchen sind. Denn sobald wir verstehen, was die mit uns alles treiben, werden wir gefährlich.

      In der Medizin geht es ähnlich einher 😦

      Aber, wir geben nicht auf und machen unser Ding ;D

      Ganz LG
      Mara

      • An deiner Theorie bzgl. der Machthaber könnte etwas dran sein. Anders sind diese schwachsinnigen Grundschulreformen der letzten Jahre gar nicht zu erklären.

        Ich kenne echt Eltern, die haben ihren Schulanfängern zu Hause lesen und schreiben beigebracht, nachdem in der Schulanfangsphase nichts lief und mussten sich parallel dazu auch noch das Gemaule der „Klassenlehrerin“ anhören.

        Da in Deutschland ja „sowieso der Stallgeruch“ ausreicht um in bestimmte Positionen zu gelangen, wozu sollte man dann Ottonormalverbrauchern überhaupt noch eine gute Schulbildung anbieten?

      • Baden-Württembergs neuer Kultusminister, der Herr Andreas Stoch, schickt alle seine vier Kinder in die Walldorf-Schule.

        Schön, was für ein Vertrauen der Herr Stoch in unser Schulsystem hat. Und irgendwie kommt er bei der angekündigten Schulreform nicht in die Pötte.

        Wie so oft gilt hier:

        Was für andere gilt, muss nicht für mich gelten!

        Oder:

        Ich habe es zwar gekocht, aber ich muss es nicht essen 😦

        Ganz LG
        Mara

  2. …Wenn die Machtausüber schneller denken, als die Unterdrückten und mehr wissen, ist das sicherlich von Vorteil für sie…Unser Schulsystem hat „Vorbildfunktion“…

    Liebe Grüße,

    Frank

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