Zurück zum Precycling

Gute Ideen müssen nicht neu sein. Beim Precycling geht es darum, beim Einkauf erst gar keinen Müll entstehen zu lassen. Zum Einsatz kommen dabei Dosen, Büchsen, Tüten, Flaschen – immer wieder! Zwei Läden in London und den USA machen vor, wie es geht:
sie bieten ihre Waren ohne Verpackung an.

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Bei jedem Einkauf ist es das gleiche: ein Teil unseres Einkaufs – die Lebensmittel – füllt Kühlschrank und Regale, der andere Teil – die Verpackungen – unsere Mülleimer. Was dabei aber als unbrauchar entsorgt wird, sind eigentlich wertvolle Materialien und Ressourcen, die unter einem immensen Energieaufwand in Verpackungsmaterialien verwandelt wurden – und nach einem kurzen Leben als Nahrungsmittelhülle bestenfalls als ein minderwertiges Material recycelt zu werden. Wobei Recycling hier genau genommen Downcycling ist.

Doch es geht auch anders. Der Londoner Laden Unpackaged verkauft vom Obst bis zum Waschmittel alles offen. Mit Waren befüllt wird dann, was der Kunde mitbringt: Glassgefäße, Tupperware, alte takeaway-Kartons, merfach verwendete Papier- und Plastiktüten. Ähnlich bei in.gredients in Austin, Texas. Auch hier finden sich Menschen mit Taschen voller Dosen, Tüten und Gläser ein, um biologische, lokale, saisonale und vor allem verpackungsfreie Produkte einzukaufen. Die Vorteile sind überzeugend: es gibt keinen Bedarf an kurzlebigen Verpackungsmaterialien und jeder kann die gewünschte Menge selbst wählen.

Quelle und weiter:

http://reset.org/act/zurueck-zum-precycling

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4 Kommentare zu “Zurück zum Precycling

    • Wer weiß, wenn es sich einbürgert, warum nicht. Die Menschen kennen das ja noch von früher. Da wurde voll viel in Papier eingewickelt und der Korb war der ständige Begleiter.

      Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, in der Jute-Taschen so in waren. Oder diese Plastikkörbe, die man zusammenstecken konnte. Ich schwelge mal wieder vor mich hin…

      Ich muss zugeben, dass ich bei uns im Supermarkt sehr viele mit Korb oder Stofftasche sehe. Ich frage mich manchmal, wer die ganzen Plastiktüten kauft. Aber es gibt sie wohl – die Plastiktütenkäufer 😦

      Ganz LG
      Mara

  1. In unserem Bioladen gab es jahrelang Getreide lose zu kaufen… nun gibt es das Getreide schon länger nur kiloweise abgepackt. Dank neuer Verordnungen und Gesetze… man kann es wohl weiterhin machen aber nur unter bestimmten Auflagen, aber auf Nachfrage im Bioladen besteht keine Nachfrage dafür. Und was das Letzte dabei ist, ist das das Getreide auch noch in PLASTIK verpackt ist… 😦

    Am Tresen im Supermarkt wäre es theoretisch ja auch möglich die lose Ware wie Fleisch, Käse, Wurst und Aufschnitt direkt in eigene Gefässe zu füllen, doch ist es nicht erlaubt die Dosen über den Tresen zu reichen… Hygienevorschriften…

    Lose Eier bei uns im Supermarkt sind nur aus Bodenhaltung, Bio-Eier werde nur im Karon verkauft…

    Ich könnte die Liste endlos weiterführen… zwischen wollen und amchen stehen leider viel zu viele Vorschriften und Gesetze… 😦 …da muss man sich schon sehr auf die Suche machen um Möglichkeiten zu finden unverpackte Ware zu bekommen.

    • Da hast Du leider Recht, wir werden in allem beschnitten. Die EU lässt grüßen!

      Ich hab mal `ne Doku gesehen, da wollte eine Journalistin den CO2-Wert senken und hat nur noch vegetarisch gegessen und sie wollte die Ware nur noch in ihre eigenen Behälter tun, dass hat man ihr dann gleich mal verboten, sogar auf dem Markt. Das hat sie ziemlich aufgeregt.

      Ganz LG
      Mara

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