22 Jahre unschuldig im Gefängnis

New York – Über 22 Jahre durchlebte David Ranta Höllenqualen und saß unschuldig im Knast. Am 22. März dann die Erlösung: Die Geschworenen sprachen David Ranta frei und baten um Verzeihung. Der Fall Ranta geht in die US-Geschichte als einer der größten Justiz-Skandale ein.

Und schreibt nun ein weiteres tragisches Kapitel! Denn keine zwei Tage nach seiner Freilassung hat der 58-Jährige einen Herzinfarkt erlitten. Ranta wird derzeit in einem New Yorker Krankenhaus behandelt. Sein Zustand ist kritisch.

Quelle und weiter:

http://www.express.de/panorama/22-jahre-unschuldig-im-gefaengnis-auch-das-noch–herzinfarkt-nach-freilassung,2192,22208924.html

Hoffentlich überlebt er das ganze und kann ein neues Leben beginnen!
Das hat er sich in jedem Fall verdient!

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4 Kommentare zu “22 Jahre unschuldig im Gefängnis

  1. Wir können das nicht erfassen, wie es ist, 22 Jahre eingesperrt zu sein…wenigstens wird er ne ordentliche Entschädigung in Millionenhöhe bekommen, in Deutschland wahrscheinlich nicht mehr als ein paar zehntausend Euros…

  2. Ne, das können wir nicht…
    Und eigentlich sollte jeder Ermittler und Richter ersteinmal, so als Lehreinheit, ein paar Tage, Wochen oder sogar Monate im Knast verbringen, damit sie am eigenen Leib spüren, was sie den Menschen antun, die sie einsperren.
    Vielleicht würden sie dann etwas genauer ermitteln.
    Wo bleibt da die Unschuldsvermutung?

    Und das sind ja keine Einzelfälle!

  3. das neue Hintergrundbild ist schön! Viel ruhiger, offener!

    …ich habe mal einen Klienten übernommen, der nach 25 Jahren aus Haft entlassen wurde. Der Staat wusste nicht wohin mit ihm und steckte ihn in unser Wohnheim. Der war vollkommen „verwildert“ und überhaupt nicht mehr gesellschaftsfähig. Das Problem an diesem Knast-Kasper-Hauser-Syndrom ist, dass es auch nach kürzer Zeit der Inhaftierung auftreten kann: der Inhaftierte hat sich irgendwie mit seinem Leben dort arrangiert und ist „draußen“ nicht mehr überlebensfähig.

    Mit „meinem“ hat es einen traurigen Verlauf genommen. Er begann mit unzähligen neuen Straftaten, einzig mit dem Ziel, wieder inhaftiert zu werden. Da er mittlerweile nicht nur körperlich, sondern auch geistig große Defizite aufwies, waren die Straftaten lächerlich… Als ihm sein Betreuer dann freudestrahlend übermittele, er müsse keine Angst vor einer erneuten Inhaftierung haben, die „Haftunfähigkeit“ sei nun amtlich besiegelt, erlitt der Klient einen Nervenzusammenbruch. Er starb ungefähr ein Jahr später in kompletter Verwirrtheit.

    Was die Haft an Spuren an Körper, Geist und Seele zeichnet, kann niemand gut-machen.

    • Freut mich, dass es Dir gefällt…

      Es ist erschreckend, was Menschen anderen Menschen antun können. Der Mensch verträgt viel, aber wenn man ihm die Freiheit nimmt, dass macht ihn kaputt 😦

      Und da hast Du vollkommen Recht, dass kann man mit keinem Geld der Welt gut machen.

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