Gefährliche Glückspillen – Milliardenprofite mit Antidepressiva – ARD Reportage

Da bin ich eigentlich ohne Worte! Und das kommt nicht oft vor…

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5 Kommentare zu “Gefährliche Glückspillen – Milliardenprofite mit Antidepressiva – ARD Reportage

  1. danke für das hereinstellen dieses Videos –
    wir brauchen mehr Öffentlichkeit – und noch mehr als die Pharmalobby Werbungen schaltet. Erfahrungsberichte gegen ihre Lügen und Verleumdungen.
    Irgendwann wird auch der letzte der lieben Mit-Bürger wahrnehmen müssen, was da Sache ist.

  2. Oh ja, doch leider halten immer noch zu viele Menschen Ärzte für Halbgötter in weiß.
    Solange dieses Dogma noch anhält, hat die Pharmaindustrie leichtes Spiel.
    Es hört sich jetzt blöd an, aber es sollten viel mehr Ärzte ihre Zulassung verlieren oder arbeitslos werden, denn dann können sie sich den wirklich wichtigen Dingen zuwenden: nämlich dem Wohl und der Gesundheit der Menschen.
    Ich nehme es den Ärzten nicht einmal übel, um einigermaßen zu verdienen, müssen sie sich diesem System fügen. Und so lande ich wieder bei der Politik, die so Lobby geleitet ist, dass sie den Blick für`s Wohl des Volkes völlig aus den Augen verliert.

  3. Es ist da nicht einfach, nach dieser Reportage eine klare Stellung zu nehmen. Ich habe den Eindruck – als Laie, wohl gemerkt – dass in der ersten Hälfte Fakten durcheinander gemischt werden. 1/ Firmen, die sagen, ein Stoff wäre gut gegen Depressionen – falls sie es richtig sorgfältig geprüft haben, und 2/ Patienten, die nicht depressiv sind und als Vorsorge Medikamente einnehmen, macht das wirklich Sinn? Ich denke nicht, dass eine Firma schuldig sein kann, wenn ihre Medikamente außerhalb ihrer Anwendungsfelder benutzt werden. Es kann gut sein, dass ein Stoff gegen vorhandene Depressionen wirksam ist, und bei gesunden Menschen Depressionen und Agressivität auslöst, weil die eben kein Bedarf haben und die Einnahme zu einem Ungleichgewicht führt. Für mich sind dann eher die Ärzte schuld, wenn sie fälschlicherweise eine Depression diagnostizieren – oder nicht mal, wenn es um „Vorsorge“ geht. Andererseits sind die vertuschten Tests für Medikamente und enthaltene Informationen zu Nebenwirkungen in der Pharmaindustrie leider nicht selten. Ich empfehle das Besuchen der englischsprachigen Seite Bad Science (http://www.badscience.net/), da kann man eine Menge zum Thema lernen. Übrigens: Bei dem Pharmavertreter-Treffen ist mir fast der Kiefer zum Boden gefallen. Es geht wirklich nur noch um Gehirnwäsche.

  4. Ich denke, es ist sehr schwer und vielleicht auch gar nicht nötig, nach Schuldigen zu suchen. Jeder schaut doch in erster Linie nach sich selbst: die Chefs, die Mitarbeiter, die Ärzte und natürlich auch die Patienten.

    Ich selbst habe meine Erfahrungen gemacht, mit Medikamenten und Ärzten, die der Einfachheit halber das verschreiben, was erstens in ihrem Budget liegt und zweitens „gut läuft“. Die meisten Ärzte bekommen gar kein Feedback von den Patienten.
    Ich habe erhöhte Blutfettwerte und mir wurden dafür Statine verschrieben. Als ich den Beipackzettel fertig gelesen hatte, da war ich schon tot. Nach jedem Abschnitt kam die Warnung: In diesem Fall bitte den Notarzt aufsuchen!
    Ich hab die Finger davon gelassen, bin zur Heilpraktikerin gegangen und die hat mir dann zu hochdosierten Fischölen geraten. Die hab ich (natürlich auf eigene Kosten) genommen – und siehe da, meine Werte sind runtergegangen. Geht doch!
    Als ich dann den Arzt gewechselt habe (Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren), hat dieser gemeint, ich könne ruhig bei den Fischölen bleiben und hat mir auch freundlicherweise ein Rezept ausgestellt.
    Und jetzt kommt der Kracher: Er hat mir synthetische Omega-3-Pillen verschrieben!
    Die Ärzte müssen Medikamente verschreiben, die von den Pharmafirmen kommen, Naturprodukte werden NICHT bezahlt, egal wie wirksam sie sind!
    Traurig aber wahr 😦

  5. Der Film“ Gefährliche Glückspille“ von John Goetz und Poul Eric Heilbuth ist ein inhaltliche Unfug.
    Er sollte niemals in einer öffentlichen Fernsehprogramm gezeigt werden, weil er für den betroffenen Gesellschaftsteil schädlich ist. Wie in einem Hollywood-Thriller, auf sensationelle Art und Weise zeigen die Autoren, wie die normale Menschen angeblich durch die Annahme von Antidepressiva zu Mörder werden. Über den überwiegenden, nachweislichen Nutzen dieser Medikamente wird kein einziges Wort erwähnt.
    Man kann sich leicht vorstellen welche Verunsicherung, und Entsetzen bei den Depressiven-Patienten dieser Film mit seinen billigen Sensationen verursacht hat. Die größte Schädlichkeit, die aus diesem Film resultiert ist reale Gefahr, dass die depressiven-Patienten aus Angst ihre Medikamente plötzlich absetzen, was mit gefährlichen Konsequenzen verbunden werden kann. Wer mit der Materie vertraut ist weiß genau, dass die moderne Antidepressiva für vielen Patienten im wahrsten Wortsinne echte Lebensretter sind. Dieser Film wurde bereits von vielen Spezialisten auf den Gebiet, auch im Ausland als schädliche Panikmache kritisiert. Dieser Film ist eine Schande für Autoren und für ARD. Mit einer ernste und objektive Dokumentation hat das überhaupt nichts zu tun. Das im Film gezeigte oftmals korrupte Verhalten der Pharmaindustrie ist hier nebensächlich.

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